Portables Buero

31. Juli 2010 1 Kommentar

Eine Software, die sich erst aufwendig installiert und dann auch noch umfangreich in der Systemregistrierung verewigt, ist ein zweischneidiges Schwert. Wurde sie zuvor nicht getestet und ggf. fuer gut befunden, hinterlaesst sie spaetestens bei ihrer De-Installation unerwuenschte Datenrueckstaende. Generell sind Programme, die ihre jeweiligen Einstellungen jenseits der Registry (beispielsweise im eigenen Programmordner) speichern, eine gute Sache, weil sie weitaus “pflegeleichter” sind.

Die sogenannten “Portable”-Anwendungen machen das normalerweise so, da die jeweiligen Konfigurationseintraege in der Systemregistrierung fuer sie keinen Sinn ergeben wuerden, denn sie sind dafuer konzipiert, ohne Installation und unabhaengig von einer bestimmten “Mutterversion” des jeweiligen Betriebssystems zu funktionieren. Sie laufen direkt vom USB-Stick und hinterlassen auf dem Zielrechner normalerweise keine Spuren. Somit koennen koennten sie genau aus diesen Gruenden auch fuer Heimanwender interessant sein, da sie natuerlich auch von der heimischen Festplatte ausgehend betrieben werden koennen…

Eine hiesiger Testlauf des alten “Nero 7 Portable” – Brennprogramms bewies, dass absolut keine Spuren in der Windows-Registrierung zurueckblieben. Ebenso verhaelt es sich mit “Open Office Portable”, einer mobilen Version des beliebten, kostenfreien Microsoft-Office-Pendants. Dieses Software-Bueropaket ist zwar auch nicht gerade “schlank”, aber doch sparsamer als der kommerzielle Gegenspieler. Dabei laesst es kaum Wuensche offen, zumal es optisch sehr stark an das Althergebrachte angelehnt ist und zudem gute Kompatibilitaet zu den gaengigen Dateiformaten des Genres bietet. Wer’s testen moechte, kann auf der Homepage des Projekts vorbeischauen oder es direkt z.B. bei Chip.de herunterladen.

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Ein (Grund-) Recht aufs Internet

28. Juli 2010 3 Kommentare

Ueber den “Computerclub Zwei“-Podcast, Folge 229, kam die Information, dass es in Finnland mittlerweile ein gesetzlich verankertes Grundrecht auf einen Internetzugang mit mindestens einem Megabit Bandbreite gibt. Das bedeutet natuerlich auch, dass die dortigen Provider eine flaechendeckende Grundversorgung gewaehrleisten muessen.

Welch ein krasser Gegensatz zum Rest der Welt, zumal die Finnen die ersten sind, die ein solches Gesetz verabschiedet haben. In Frankreich werden zeitgleich Internetzugaenge limitiert, in vielen anderen Laendern herrscht nach wie vor eine nicht internette Zensurpolitik, die ebenso nicht wuenschenswert ist. Und in Deutschland?

Hierzulande wird der Begriff “Grundversorgung” meistenteils in Zusammenhang mit dem “Auftrag” der oeffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten verwendet. Doch nach Abschaltung des terrestrischen, analogen TV-Netzes ist diese “Grundversorgung” nicht mehr ueberall gegeben, trotzdem muss weiter dafuer bezahlt werden. In vielen laendlichen Gegegenden ist man froh, zumindest einen 768 Kilobit oder einen ISDN-Zugang zu haben, sofern dieses ueberhaupt moeglich ist. Funkstrecken konnten die weissen Flecken bisher nicht fuellen.

Der hiesige, mal wieder typisch-deutsche Tarifdschungel behindert vielerseits das Interesse an Mobilfunk-Datenzugaengen, da diese oftmals viel zu teuer und/oder generell unattraktiv sind. Wer zahlt schon fuer eine ganze Stunde Gebuehr wenn gerade mal fuer ein paar Sekunden Emails mit dem Mobilphon abgerufen werden? “Keiner”, denkt der geneigte Leser? Doch. Das passiert vielen Leuten taeglich etliche Male, weil automatisierte Vorgaenge keine Ruhezeiten kennen. Und die Provider verdienen daran nicht unerheblich mit…

Nun mag argumentiert werden, dass dieses die Ansichten eines “Nerds” sind, der sowieso taeglich mit dem Internet konfrontiert ist. Das stimmt sicherlich auch irgendwie, aber letztendlich laeuft ja mittlerweile vieles, was uns im Alltag begleitet, im Internet zusammen: Banking, Fernsehen, Radio, Telefon, etc. Und genau deswegen macht es Sinn, einen entsprechenden Grundzugang auch als Grundrecht zu verankern. Es ist zumindest eine Art der modernen Grundversorgung jenseits von alten Zoepfen, die heutzutage oftmals nur noch eine Nischenrelevanz haben, aber trotzdem weiter im alten, vollen Umfang subventioniert werden…

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Boppin’B beim Guetersloher Sommer

26. Juli 2010 Keine Kommentare

Seit 25 Jahren gibt es die quirlige Rock’n'Roll-Band aus Aschaffenburg nun schon. Hervorgegangen aus einer Schuelerband geben sie mittlerweile um die zweihundert Konzerte pro Jahr und koennen auf neun offizielle Alben zurueckblicken, die aus eigenen Songs und diversen Coverversionen bestehen. Da kommt “I can’t dance” von “Genesis” auf einmal bassig-verswingt daher und diverse Balladen von “Sasha” mutieren zu absoluten Abgehern.

Die fuenf Protagonisten bestechen bei ihren Interpretationen mit Einfallsreichtum und einer gehoerigen Portion Spielfreude. “Warum sitzen eigentlich Leute hinter uns auf der Buehnenmauer, sind das Arsch-Fetischisten?” fragt einer in die prallgefuellten Publikumsraenge vor ihm und greift danach sofort wieder in die Saiten. Spaeter soll das Publikum die Moeglichkeit bekommen, der Band ein lautes “Scheisskapelle” entgegenbruellen zu duerfen. Ausgleichende Gerechtigkeit? Nein, absolut gewollt.

Eine Stunde lang spielen sie ununterbrochen durch, wobei sie das Publikum immer wieder mit einbeziehen und sich auch nicht zu schade sind, auf den eigenen Instrumenten zu stehen oder diese in klassischer Manier falschrum oder liegend zu bearbeiten. Nach zehn Minuten wohlverdienter Pause, die den Zuhoerenden Gelegenheit geben, ein paar Autogramme zu erhaschen, geht’s dann mit vergleichbarem Druck weiter. Wiederum eine Stunde spaeter wird es dann Zeit fuer die Zugaben…

Was die Fuenf bei perfektem Open-Air-Konzertwetter (…man bedankt sich fuer das Licht beim lieben Gott…) dort im Mohns Park an diesem Sonntagnachmittag abgeliefert haben, war nicht nur eine Arbeitsleistung, sondern perfekt gespielter, satt klingender und in jeder Hinsicht authentischer RocknRoll und Rockabilly mit hohem Wiedererkennungswert.

Vor dem Konzert hatte ich die Gelegenheit, in der altehrwuerdigen Umkleidekabine, die seit bestimmt fuenfzig Jahren nicht mehr veraendert wurde, ein nettes, kleines Gespraech mit der Band zu fuehren und aufzunehmen, welches demnaechst im “NormCast” zu hoeren sein wird.

Am 26.11.2010 spielen Boppin’B in der hiesigen “Weberei”, zuvor erscheint am 17.09.10 ihr zehntes Album “B.A.N.G. (Balls Are No Goods)”. http://www.boppinb.com

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Vinyl à la carte :-)

23. Juli 2010 3 Kommentare

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Werbung per DPD

21. Juli 2010 2 Kommentare

Es klingelt mitten in der Mittagszeit. Ein Mitarbeiter des Paketzustelldienstes DPD bringt einen (!) dicken Werbekatalog fuer sanitaere Anlagen. Natuerlich war dieser unbestellt. “Wer kommt auf diese saubloede Idee, so etwas mit einem Paketdienst zu schicken?” frage ich den Zusteller genervt. “Im Zweifelsfalle haette ich das Teil jetzt bei Ihnen abholen muessen…” fuege ich noch hinzu. “Wenn hier keiner aufgemacht haette, haette ich das Ding wahrscheinlich stumpf vor die Tuer gelegt”, erwidert der freundliche DPD-Mitarbeiter. “Gut zu wissen”, denke ich noch, denn wegen nicht angeforderter, gedruckter Werbung auch noch persoenlichen Aufwand hinnehmen zu muessen, waere nicht akzeptabel gewesen. Im Nachhinein stellt sich die Frage, was passiert waere, haette ich die Annahme des Pakets verweigert? Da es aber fuer den Nachbarn bestimmt war, konnte ich das leider nicht ausprobieren. Beim naechsten Mal… :-)

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